Reisebüro Modellflieger Designstudentin MariaMoeller
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Reisebüro_draußen_Designstudentin_MariaMöller
Reisebüro_Glasscheibe_Designstudentin_MariaMoeller

Zusammen mit Raika schlendere ich die Taunuspassage entlang, vorbei an Obstläden und Schneidereien, bis wir vor einem Reisebüro stehen. Die großen Glasfronten ermöglichen einen Einblick in den weiträumigen Raum. Leer sieht er aus, bis auf einen Mann, der vor seinem vollen Schreibtisch sitzt. Er sieht uns vor der Scheibe stehen und schaut uns fragend an. Afghan International Travel steht auf dem Glasfenster. Wir gehen hinein. Der fragende Blick schaut uns weiterhin an.

„Kann ich euch helfen?“, fragt er. Vielleicht sehen wir ein bisschen verloren aus in dem großen, leerem Reisebüro, das wohl hauptsächlich Flüge in die arabische Welt ermöglicht. Als ich ihm von meinem eigentlichen Vorhaben erzähle, weicht sein Blick ein wenig auf und er willigt ein, uns ein wenig zu erzählen. Der Großteil seiner Kunden bucht wohl Flüge nach Marokko, Tunesien und Ägypten. Meistens keine Urlaubsreisen, sondern Besuche in die Heimatländer der jeweiligen Kunden.

Wenn man jedoch in den Urlaub fahren will, solle man auf jeden Fall Mauritius in Erwägung ziehen. Dort gäbe es die mit Abstand schönsten Strände. Ich schaue mich um und starre wohl ein wenig zu lang auf die leeren Schreibtische. Siebzehn Mitarbeiter habe er, erzählt er mir. Vielleicht haben sie ja nur alle gerade Päuschen gemacht. Momentan sei nicht sehr viel los, die Familien würden während den Sommerferien auch eher Urlaubsreisen planen, als Besuche in die Heimat. Seit zehn Jahren hat er sein Reisebüro. Der arabische Frühling ging natürlich auch nicht unbemerkt an ihm vorbei. Er macht einen erschöpften Eindruck, ich schaue mich währenddessen weiter im Büro um und entdecke viele kleine Modellflugzeuge. Hübsch sind sie.

„Aber buchen sie auch Flüge an andere Orte als an arabische Staaten?“, frage ich.

„Ja, aber sehr selten. In die USA fast nie.“

Ich mache noch ein paar Fotos und bedanke mich bei dem Herrn. Er schien nicht gut drauf zu sein und ich wollte ihn nicht noch länger mit meinen Fragen plagen.

Maria