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Viele Besucher des Bahnhofsviertels sehen die Hinterlassenschaften der Drogenkonsumenten und verurteilen es. Doch hinter jeder einzelnen Nadel, jeder Flasche Alkohol oder jedem Löffel der zum erhitzen der Substanzen genutzt wurde, steckt eine bewegende Geschichte. Ich habe mich mit den Personen und deren Schicksalen beschäftigt. Dabei war die Frage „Wie kann es so weit kommen?“ zentraler Ausganspunkt. Nach einigen Gesprächen wurde klar, dass das Hauptmotiv des Konsums die Unterdrückung ihrer Gefühle ist. Durch Schicksalsschläge ist der Konsum zur Bewältigungsstrategie geworden. Verschiedene Faktoren können zu einer Suchterkrankung führen wie zum Beispiel psychische Krankheiten, bereits der Missbrauch von Drogen bei den Eltern oder lebenseinschneidende Ereignisse. Einmal in der Suchtspirale gefangen, ist es sehr schwer wieder heraus zu kommen. Vorallem in der Kombination mit Arbeits- und Obdachlosigkeit. Was kann ihnen Kraft geben um einen positiveren Weg zu gehen? Viele beantworteten dies mit „Anerkennung der Gesellschaft“. Den Menschen ist es wichtig gesehen zu werden. Sie leiden unter den abfälligen Blicken oder der Missachtung ihrer Mitmenschen. Doch auch sie wünschen sich einen Blick hinter die äußere Fassade, hinter der Träume und Wünsche für eine bessere Zukunft stecken.

-Lili